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Widerständen begegnen, Ressourcen stärken – Selbstfürsorge für Fachkräfte in Antidiskriminierungs- und Beschwerdearbeit

3. Dezember um 10:00 - 16:00
360€

Die Arbeit in Antidiskriminierungs-, Anlauf-, Beschwerde- und Beratungsstellen ist häufig mit hohen emotionalen und fachlichen Anforderungen verbunden. Mitarbeitende begleiten Betroffene von Diskriminierung, bearbeiten Beschwerden, moderieren Konflikte und setzen sich für diskriminierungssensible Veränderungen in Organisationen ein. Dabei begegnen sie nicht selten Widerständen, Abwehrreaktionen, Infragestellungen oder mangelnder Unterstützung durch Kolleg*innen, Führungskräfte oder institutionelle Strukturen.

Der Workshop richtet sich insbesondere an Mitarbeitende mit Diskriminierungserfahrung sowie an Personen, die in ihrer beruflichen Rolle Ansprechpersonen für Diskriminierungs- und Beschwerdeanliegen sind. Dazu gehören beispielsweise Mitarbeitende in Antidiskriminierungsberatungen, Beschwerde- und Meldestellen, Diversity- und Gleichstellungsstrukturen, Ombudsstellen, Personal- und Interessenvertretungen, Awareness-Teams sowie weitere Fachkräfte mit einer Unterstützungs- oder Vermittlungsfunktion.

Der Workshop ist keine Einführung in das Themenfeld Diskriminierung. Er setzt ein machtkritisches Verständnis von Diskriminierung sowie grundlegende Kenntnisse diskriminierungskritischer Perspektiven voraus. Im Fokus steht nicht die Vermittlung von Grundlagen, sondern die Reflexion der professionellen Praxis und der Umgang mit den besonderen Anforderungen, die aus dieser Arbeit entstehen.

Im Mittelpunkt stehen die Reflexion eigener Belastungen sowie die Entwicklung von Strategien für einen professionellen und selbstfürsorglichen Umgang mit Widerständen. Die Teilnehmenden setzen sich mit den emotionalen Auswirkungen ihrer Arbeit auseinander, reflektieren persönliche und strukturelle Belastungsfaktoren und stärken ihre Fähigkeit, auch in herausfordernden Situationen handlungsfähig zu bleiben. Gleichzeitig werden Möglichkeiten erkundet, Grenzen zu setzen, Ressourcen zu aktivieren und die eigene Rolle bewusst zu gestalten.

Durch kollegialen Austausch, Reflexionsübungen und das Besprechen von Praxisbeispielen bietet der Workshop Raum, Erfahrungen zu teilen, mehr Handlungssicherheit zu gewinnen und individuelle Ansätze für mehr Resilienz und Selbstfürsorge im beruflichen Alltag zu entwickeln.

Die Trainingspersonen

Hamza Barashed ist Jurist*in, Antidiskriminierungsberater*in und Trainer*in für Antidiskriminierung. Hamza hat mehrjährige Berufserfahrung in der unabhängigen Antidiskriminierungsberatung mit den Schwerpunkten Rassismus und Queerfeindlichkeit. Als Trainer*in führt Hamza seit 2020 Workshops zu Antidiskriminierung durch.
Neben der politischen Bildungsarbeit erkundet Hamza Tanz und Bewegung, Musik und Kunst als widerständige Praxis und als Wege zur Selbstermächtigung.

Shemi Shabat (er/ihm) ist systemischer Supervisor, Antidiskriminierungsberater, Antigewalt- und Kompetenztrainer sowie politischer Bildner. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Diversity und Machtverhältnisse, Antidiskriminierung, Rassismus, Antisemitismus und Empowerment. Er arbeitet mit unterschiedlichen Zielgruppen und Berufsgruppen in Bildungs-, Beratungs- und Organisationskontexten. Zuvor war er als Berater und Projektleiter beim Antidiskriminierungsnetzwerk des TBB tätig. Aktuell leitet er die Grundausbildung für angehende Antidiskriminierungsberater*innen beim Antidiskriminierungsverband Deutschland.

Rahmenbedingungen

Termin: 03.12.2026
Zeit: 10:00–16:00 Uhr (inkl. 30 Minuten Mittagspause)
Format: Online-Workshop (Zoom)
Teilnehmendenzahl: 6 bis 18 Personen
Zielgruppe: Diskriminierungserfahrene Mitarbeitende sowie Fachkräfte in Antidiskriminierungsberatungen, Anlauf- und Beschwerdestellen, Diversity- und Gleichstellungsstrukturen, Ombudsstellen, Awareness-Teams, Betriebs- und Personalräten, Interessenvertretungen sowie weitere Personen, die Diskriminierungs- oder Beschwerdeanliegen bearbeiten, begleiten oder koordinieren
Vorkenntnisse: machtkritisches Diskriminierungsverständnis, Erfahrungen in der Bearbeitung von Diskriminierungs- oder Beschwerdeanliegen sind von Vorteil
Material: Digitale Unterlagen zur Dokumentation werden im Anschluss zur Verfügung gestellt
Teilnahmebestätigung: Nach Abschluss des Workshops erhalten die Teilnehmenden eine Teilnahmebestätigung.

 

Details